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Oh, wie ist das bitter! Der SB Chiemgau Traunstein hat in der Fußball-Landesliga Südost das erste seiner beiden »Sechs-Punkte-Spiele« zum Jahresabschluss verloren. Im Kellerduell beim SV Dornach kassierte das erneut ersatzgeschwächte Team von Spielertrainer Gentian Vokrri eine bittere 2:4-Pleite. »Diese Niederlage war total unnötig«, ärgerte sich Vokrri nach der Partie. »Wir hätten mindestens einen Punkt mitnehmen müssen. Aber wir haben leider, wie so oft schon in dieser Saison, unsere Chancen nicht genutzt.«

Einziger positiver Aspekt nach dem 21. Spieltag: Der SBC bleibt als Tabellenvierzehnter (20 Punkte) weiter über dem Strich, ist nun aber punktgleich mit dem Rangfünfzehnten FC Wacker München. Direkt dahinter rangiert der TSV Eintracht Karlsfeld auf Rang 16 (17 Punkte) – und das ist der letzte Gegner in diesem Jahr für den SBC, gespielt werden soll am kommenden Freitag um 19 Uhr im Jakob-Schaumaier-Sportpark. »Wir bereiten uns unter der Woche jetzt so vor, als ob das Spiel sein wird. Ob es dann wirklich stattfinden kann, werden wir sehen. Das Wetter können wir nicht beeinflussen«, betonte Vokrri.

SBC-Spieler Michael Steinbacher (links, hier im Duell mit dem Hallbergmooser Alexandros Tzikas) erzielte in Dornach den Anschlusstreffer für die Traunsteiner. Am Ende gingen die Gäste aber leer aus. (Foto: Weitz)

Das Restprogramm in diesem Jahr hat es in sich: Mit dem SV Dornach und dem TSV Eintracht Karlsfeld bekommt es der SB Chiemgau Traunstein in der Fußball-Landesliga Südost mit zwei direkten Konkurrenten im Abstiegskampf zu tun. »Das sind jetzt zwei ganz entscheidende Spiele für uns«, sagt der Sportliche Leiter der Traunsteiner, Kilian Lehrberger. »Wir müssen sie beide gewinnen«, macht er deutlich. Gelingt das, könnte der SBC einigermaßen beruhigt Weihnachten feiern. Und wenn nicht? »Dann wird es weiter sehr eng bleiben.«

Im unteren Mittelfeld ist bis Platz zwölf nämlich noch alles sehr dicht zusammen. Der FC Unterföhring (23 Zähler) sowie die punktgleichen SV Dornach und SB Chiemgau (beide 20) stehen knapp über dem Strich. Danach beginnt die rote Zone: Der FC Wacker München (19) und der TSV Eintracht Karlsfeld (17) stehen auf den Relegationsplätzen. Der 1. FC Garmisch-Partenkirchen (15) und der SVN München (4) belegen die beiden Abstiegsränge.

Zweimal noch vollen Einsatz zeigen – so wie hier Maximilian Hosp (links, gegen den Hallbergmooser Arian Kurmehaj) – will der SB Chiemgau in den Spielen beim SV Dornach und gegen den TSV Eintracht Karlsfeld. (Foto: Weitz)

Die Gruselbilanz auf heimischem Terrain des SB Chiemgau Traunstein in der Fußball-Landesliga Südost setzte sich auch am 20. Spieltag fort. Gegen den VfB Hallbergmoos-Goldach gab es schon die 8. Niederlage im Jakob-Schaumaier-Sportpark, nur der Aufsteiger SVN München ist zu Hause noch schlechter.

Besonders bitter war, dass nach einer Aufholjagd der k.o. in der 98 Minute folgte. In der ausgedehnten Nachspielzeit trafen die Gäste nach einer Ecke zum 3:2-Sieg und entführten die Punkte aus der großen Kreisstadt. Der Lohn ist nun Platz zwei hinter dem Spitzenreiter, der SpVgg Unterhaching II.

Zwei Torschützen unter sich: Der Hallbergmooser Emil Kierdorf traf per Doppelpack, Mihael Paranos (rechts) gelang der 2:2-Ausgleich. − Foto: Weitz

Ein später Treffer von Simon Werner hat die Traunsteiner Hoffnungen zunichte gemacht und dem VfB Hallbergmoos-Goldach einen 3:2-Sieg in der Fußball-Landesliga Südost beim SB Chiemgau gesichert. Zuvor hatten die Gastgeber einen 0:2-Rückstand aufgeholt – der Ausgleich und der Siegtreffer fielen erst in der Nachspielzeit.

»Wir sind in den ersten 25 Minuten nicht so richtig ins Spiel gekommen«, gibt Traunsteins Spielertrainer Gentian Vokrri zu. »Wir haben viel Zeit und zwei Gegentore gebraucht, um aufzuwachen.« Das habe auch an personellen Veränderungen aufgrund von Ausfällen gelegen. »Die Mannschaft war noch nicht so aufeinander abgestimmt und die jungen Spieler brauchen einfach ein bisschen.« Diese Traunsteiner Abstimmungsphase nutzten die Gäste, die in der Spitzengruppe der Landesliga um Rang zwei mitspielen, sofort aus. Gästestürmer Emil Kierdorf hatte bereits in der 3. Minute die erste Möglichkeit, als er alleine auf Torwart Christoph Gruber zulief, doch der SBC-Schlussmann war auf der Hut. Nach einer Viertelstunde hatte Moritz Sassmann viel Platz, lief 25 Meter in Richtung SBC-Tor, zog am Strafraum ab und traf zum 1:0 für den VfB. »Da hat sich einer auf den anderen verlassen, wir waren zu passiv«, kritisiert Vokrri.

Emil Kierdorf (links) brachte den VfB Hallbergmoos-Goldach mit seinem Treffer mit 2:0 in Führung, doch der SBC holte auf und Mihael Paranos glich in der Nachspielzeit für Traunstein zum 2:2 aus – das genügte aber nicht. Der VfB gewann mit 3:2.  (Foto: Weitz)
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